Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu Gast in der Grundschule / im Dorfgemeinschaftshaus Lindenberg

Die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Frau Malu Dreyer war am 23.07.2020 zu Gast in Lindenberg und informierte sich über Projekte der Ortsgemeinde.

Nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Reiner Koch informierte ich über die Projekte der letzten Jahre sowie über die geplanten Projekte, die alle maßgeblich durch die hohe Förderung des Landes Rheinland-Pfalz zustande kamen:

– Waldspielplatz / Begegnungsstätte Mensch und Tier
– energetische Sanierung der Grundschule
– Bioenergie-Nahwärmeversorgung in Lindenberg / Energiekonzept der gemeindeeigenen Gebäude
– Renaturierung

Zugegen waren auch die Bundestagsabgeordnete Frau Isabell Mackensen, Landrat Hans-Ullrich Ihlenfeld, die Landtagsabgeordnete Frau Giorgina Kazungu-Hass sowie zahlreiche Verbandsbürgermeister der umliegenden Gemeinden. Verbandsbürgermeister Manfred Kirr konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.

Aus dem ersten großen ehrenamtlichen Projekt, dem Bau des Waldspielplatzes entstand die Begegnungsstätte Mensch und Tier sowie das mittlerweile sehr große und außergewöhnliche Beweidungsprojekt.

Aufgrund der Hilfe durch die Staatskanzlei bzgl. der Corona-Sofort-Maßnahmen hat sich ein Markttag in Lindenberg entwickelt, bei der unsere Beweiderin ihre Produkte verkaufen kann.

Beim Projekt „Energetische Sanierung der Grundschule“ haben wir schon zu Beginn die Heizung ausgegliedert und intern als „drittes Förderprojekt“ bezeichnet. Durch die Verbindung einzelner Maßnahmen erreichten wir ein Alleinstellungsmerkmal und können nun auf eine hohe Förderung hoffen.

Konkret verbinden wir folgende Aspekte:

Anpassung an das Klima und Hochwasserschutz
Bei einer von mir einberufenen Gesprächsrunde entstand die Idee, dieses Konzept auf die Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) zu übertragen. Renaturierung des verrohrten Schlangentalbaches vom Kindergarten bis zum Ende des Parks Grünes Klassenzimmer für die Schulen in der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) Bekämpfung der Klimafolgen durch eine CO²-neutrale Heizung Schaffung eines Stromversorgungsverbundes zwischen der Schule, der Feuerwehr, der Turnhalle und den gemeindeeigenen Häusern.

Zusammen mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz, dem Umweltministerium, der SGD Süd in Neustadt und der Kreisverwaltung Bad Dürkheim sowie die Verbandsgemeindeverwaltung Lambrecht (Pfalz) arbeiten wir an diesem Projekt seit über zwei Jahren. Besonders Herrn Bödeker und Frau Isa Scholtissek von der Energieagentur Rheinland-Pfalz sowie Herrn Theis, Berater im Umweltministerium, spreche ich ein großes Dankeschön für die Unterstützung und die Förderung des Projektes aus.

Mein Ziel ist es durch Innovation ein Alleinstellungsmerkmal zu gestalten und dadurch eine möglichst hohe Förderung zu erreichen. Dies sei uns laut der Ministerpräsidentin sehr eindrucksvoll gelungen.

Für die Durchführung konnten wir den Experten in der Bundesrepublik Deutschland für unser Projekt gewinnen. Der Geschäftsführer der EDG Rheinhessen Nahe mbH Herrn Christoph Zeis wurde mit dem wichtigsten Preis, dem „Energy Efficiency Award 2019“ ausgezeichnet. Dieser hat eine Pelletanlage mit einer Gas-Redundanz für das Bioenergie-Nahwärmenetz in Lindenberg geplant. Durch diese Heizung könnten wir jährlich ca. 25 000 Liter Heizöl einsparen. Als wichtiger Faktor ist auch zu betrachten, dass die Anschlussnehmer keine eigene Heizung mehr benötigen. Für uns als Gemeinde ist das natürlich ein weiterer Einsparungsfaktor. Durch die Solaranlage und die Nutzung des eigenen Stroms könnten weitere 22t CO² pro Jahr eingespart werden. Für die kommende CO²-Abgabe ist dies ein wichtiger finanzieller Faktor.

Mit diesem Projekt leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz und erreichen die Ziele der Bundesrepublik für das Jahr 2050 für das Gemeindezentrum sofort und mit Leuchtturmcharakter zur Übertragbarkeit auf andere Kommunen.

Die Ministerpräsidentin zeigte sich über den aktuellen Planungsstand des Energiekonzeptes sichtlich beeindruckt.

Ebenso lobte sie das ehrenamtliche und überparteiliche Engagement in Lindenberg. Sie sagte, die Idee des Projektes sei ihr eine Herzensangelegenheit und sie werde diese mit Nachdruck unterstützen. Durch meine guten Kontakte zu den Ministerien, der Energieagentur Rheinland-Pfalz seien wir in den besten Händen, so die Ministerpräsidentin. Aufgrund der professionellen Vorgehensweise kann dieses Leuchtturmprojekt realisiert werden.

Ganz nach meinem Motto gemeinsam packen wir’s an!

Philipp Fuchs

Vorsitzender der FWG Talgemeiden e.V.